Tag gegen Gewalt

Respekt ist unser tägliches Brot: Internationaler Tag gegen Gewalt

Rote Ampeln an Knotenpunkten der Fußgängerzonen, Brotsäcke in den Bäckereien mit der Aufschrift „Respekt ist unser tägliches Brot“, Augen an den Bushaltestellen: Der Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde ist es gelungen, bereits 2013 ein Netzwerk gegen Gewalt ins Leben zu rufen. Seit damals tritt es gemeinsam und in erweiterter Form auf, mit neuen Partnern und neuen Aktionen gegen Gewalt – nicht mehr alleine in Brixen, auch in Vahrn und Klausen.

Gewalt gegen Frauen ist ein Problem, das sich in Südtirol auch heuer mit erschreckenden Schlagzeilen in den Mittelpunkt gedrängt hat. Die Palette an Gewalt ist umfassend und reicht von psychischer Unterdrückung bis hin zu schwersten körperlichen Angriffen, die manchmal in familiären Katastrophen enden. Dass es besonders schwierig ist, diese Form der Gewalt in den Griff zu bekommen, zeigen die Aufnahmezahlen ins Frauenhaus, die heuer laut Barbara Wielander, Leiterin des Frauenhauses Brixen, stark zugenommen haben.

An den diesjährigen Aktionen zum Internationalen Tag gegen die Gewalt an Frauen beteiligen sich neben Brixen auch die Gemeinden Klausen und Vahrn, in denen verschiedene Sensibilisierungskampagnen stattfinden werden. Akteure sind die Plattform Männer gegen Gewalt, das Frauenhaus Brixen, die Sektion Yoseikan Budo des SSV Brixen und der Zonta-Club Brixen, das Netzwerk wird geleitet von der Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen. „Ziel ist“, so die Vorsitzende Monika Leitner, „auch in den Eisacktaler Gemeinden möglichst vielen Menschen Denkanstöße zu geben. Als gemeinsames Netzwerk gelingt uns das.“

 Rote Ampeln in Fußgängerzonen

Die Plattform Männer Gegen Gewalt, koordiniert von Markus Frei und den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, legt in Zusammenarbeit mit der Kommission die Kampagne „Rote Ampeln“ neu auf, allerdings erweitert auf die Gemeinden Brixen, Vahrn und Klausen. An stark frequentierten Knotenpunkten der Ortschaften und in den Fußgängerzonen – in Brixen am Säbener Tor, im Laubendurchgang und in der Domgasse, in Klausen am Brixnertor in der Oberstadt und in Vahrn am Voitsberghaus - werden vom 25. November (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen) bis zum 10.12. (Internationaler Tag der Menschenrechte) für 16 Tage lang Ampeln angebracht. Sie leuchten zuerst in Rot und signalisieren ein deutliches „Stopp der Gewalt gegen Frauen“, im Dezember werden sie auf Grün gestellt, mit der positiven Botschaft an alle Männer „Wir bleiben im grünen Bereich“. Postkarten zum Thema liegen an verschiedenen Verteilerstellen und in den Bäckereien auf.

„Respekt ist unser tägliches Brot“ in Bäckereigeschäften

Dass Respekt und Rücksicht die Grundlagen jeder Beziehung sein sollen, unterstreicht die Kampagne „Respekt ist unser tägliches Brot“, an der sich das gesamte Netzwerk gemeinsam beteiligt – zusammen mit den Bäckereigeschäften der teilnehmenden Gemeinden. Ab dem 25. November verpacken die Bäckereigeschäfte den täglichen Broteinkauf in Papiertüten mit Aufdruck „Respekt ist unser tägliches Brot“ und dem Symbol der roten bzw. grünen Ampel.

„Zonta says No“ an Bushaltestellen

Parallel zur Ampel- und Brottütenkampagne weitet der Zonta-Club Brixen unter Präsidentin Gabriele Lüling und Helga Dejaco die weltweite Kampagne „Zonta says No“ auch auf Brixen aus. An verschiedenen Bushaltestellen fordern Augen die Wartenden eindringlich auf, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern. Die Kampagne unterstreicht die Bedeutung von Zonta als eine der wichtigsten internationalen Organisationen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, das Leben von Frauen weltweit zu verbessern.

Kostenlose Schnupperstunden „Women Safety Training“

Auch die kostenlosen Selbstverteidigungskurse, welche die Sektion Yoseikan Budo des SSV Brixen im Vorjahr ins Leben gerufen hat, werden dank des Erfolges vom Südtiroler Verband Yoseikan Budo heuer auf das ganze Land ausgedehnt. Vom 25. bis zum 29. November können interessierte Mädchen und Frauen an kostenlosen Schnupperstunden in Brixen teilnehmen, bei denen professionelle Kampfkunstexperten wichtige Aspekte der Selbstverteidigung zeigen und erläutern.

Beratung und Hilfe: Das Frauenhaus

Beratung, Begleitung, Schutz und Hilfe in gewaltbedingten Notsituationen erhalten Frauen ganzjährig und rund um die Uhr in der Frauenhaus-Beratungsstelle. Zudem leisten die Mitarbeiterinnen Informations- und Sensibilisierungsarbeit, bieten auf Anfrage Vorträge, Seminare und workshops, z.B. an Schulen, Universitäten, in Vereinen und Gruppen.
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